Buzzfeed-Konzern übernimmt HuffPost – internetworld.de

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Shutterstock / Burdun Iliya
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Sie gehören zu dem Pionieren unter den rein digitalen News-Plattformen. Jetzt hat der Konzern hinter Buzzfeed die Übernahme der HuffPost angekündigt. Beide Marken sollen aber erhalten bleiben. In Deutschland waren beide Player weniger erfolgreich.
Als die Huffington Post 2005 das Licht der Welt erblickte, definierte sie ein Genre neu: Eine Online-Zeitung, seriös, liberal-konservativ, aber eben ausschließlich im Internet verfügbar – und ein Gegengewicht zum eher als Skandal-Kanal verschrienen Drudge Report. Zu den Gründern gehörte neben Namensgeberin Ariana Huffington auch der 2012 verstorbene Andrew Breitbart, der schon bei der Gründung des Drudge Report dabei gewesen war und später die rechtspopulistische Breitbart News ins Leben rief. 2011 übernahm AOL das Online-Blatt, Huffington wurde Chefin der neu gegründeten Huffington Post Media Group. 2012 bekam die Huffington Post als erste Online-Zeitung den Pulitzer-Preis.
User Generated Content als Geschäftsmodell
Nur ein Jahr nach der Gründung der Huffington Post startete Mitbegründer Jonah Paretti mit BuzzFed ein neues Projekt: Eine Mischung aus Blog und News-Portal, das sich überwiegend aus User Generated Content speist. Inzwischen gehört BuzzFeed mit rund 150 Millionen Visits pro Monat zu den meistgenutzten News-Websites im englischsprachigen Raum. 
Mit der jetzt angekündigten Übernahme der HuffPo, wie sich die Huffington Post seit 2007 selbst nennt, schließt sich für Peretti der Kreis. Er führt zwei seiner erfolgreichsten Gründungen zusammen. Die HuffPo war 2016 nach dem Zusammenschluss von AOL und Verizon zu Oath gelangt, der Verizon-Vermarktungs-Unit, die auch Yahoo aufgenommen hat. Huffington hatte das Portal damals verlassen.
Rückläufige Umsätze
Mit dem Zusammenschluss reagieren die beiden News-Portale auf das schwieriger werdende Marktumfeld sowie rückläufige Umsätze und Leserzahlen. Sie wollen Inhalte miteinander austauschen, beide Marken sollen jedoch erhalten bleiben. Verizon soll im Zuge des Deals eine Minderheitenbeteiligung an BuzzFeed erhalten, berichten US-Medien.
In Deutschland haben beide Player ihren US-Erfolg nicht wiederholen können. Die im Jahr 2013 zusammen mit Burda gestartete deutsche Ausgabe der Huffington Post wurde 2019 wieder eingestellt. BuzzFeed Deutschland startete 2014 in Berlin mit großen Ambitionen, die sich aber noch nicht erfüllt haben. Im August 2020 übernahm Verleger Dirk Ippen die deutsche BuzzFeed-Dependance.



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